Fauna + 02.01.2017

 

Im Januar 2016 wurde ich von meiner Pflegefamilie an sehr liebe Leute gegeben, sie kümmerten sich gut um mich und gaben mir reichlich zu essen. Sie waren liebevoll, besser als im Tierheim in Spanien. Ich sollte bald einen besten Hundefreund fürs Leben kennenlernen, namens Newton. Auch wenn er es nicht weiß, aber ich war immer in seinem Körbchen schlafen, das meine Familie unter ihr Bett geschoben hatte, bis wir uns kennenlernten.

Anfangs hatte ich noch Angst vor vielen Dingen, z.B diesen großen Transportmitteln die die Menschen „Autos“ nennen, oder vor diesem weißen Zeug das so eisig kalt unter meinen Pfoten war.

Ich hatte die Hundeschule mit linker Pfote absolviert.
Nicht immer hatte ich Lust, in der Hundeschule die Befehle meiner Herrchen zu befolgen, machen musste ich es aber trotzdem. Doof.

Langsam habe ich mich an das Stadtleben in Regensburg gewöhnt. Gleich neben unserer Haustür wurde ein brandneuer Park gebaut, wo ich ganz viele andere Artgenossen kennenlernen durfte. Blöd das man dort nur Hunde an der Leine führen darf, weil meine Herrchen mich immer rennen lassen wollten, sie sagten, dass ich wie Hase, Fuchs, Känguruh, Erdmännchen und Maulwurf sei, denn ich habe mich immer gerne so verhalten.
Ich war allerdings nicht nur in Regensburg, man nahm mich mit in eine kleine Ortschaft namens Schwaig in der nähe von Neustadt an der Donau zu den Leuten mit, die Oma und Opa heißen. Unheimlich Komisch!. Dort waren viele Felder auf denen ich reichlich Auslauf hatte.

Wir schreiben den 2. Januar im neuen Jahre 2017. Es hatte wieder diesen „Schnee“ gegeben, den ich ja schon kennengelernt habe, der so kalt unter meinen Pfoten war, ich freute mich schon darauf raus zu gehen. Also beschloss mein Herrchen mit Newton und mir wieder einmal auf den Feldern herumzutollen, doch nach der Hälfte der eigentlich vorgesehenen Runde, wollte ich noch in einem der vielen Felder die wunderschön schneeweiß bedeckt waren ein Löchlein buddeln, Ich musste ja meinem Ruf als Maulwurf gerecht werden!

Ehe ich mich versah, hörte ich mein Herrchen nur noch rufen, und sah ihn auf mich zulaufen, ich sollte schnell aus dem Feld rennen.

Leider war es viel zu schnell passiert, und ehe ich ein Glied bewegen konnte war es auch schon vorbei.
Auf einmal konnte ich fliegen, und stupste mein Herrchen an, was denn los sei?
Ich bemerkte das irgendetwas nicht mehr normal sein konnte, mein Herrchen saß am Boden zerstört neben mir, und weinte, er war doch schon so nah an mir dran, nicht mal 65m entfernt!
Jetzt bemerkte Ich auf einmal ein Einschussloch genau an der Stelle meines Herzens und wusste sofort was los war.

Auf einmal rannte mein Herrchen los und schnappte den feigen Schützen, der drauf und dran war zu verschwinden.
Es war ein Jäger der mich in einem schneeweißen Feld für einen Fuchs hielt, obwohl ich doch ein schwarzes Fell hatte?! …

So ging unsere Hündin namens Fauna hoffentlich ohne Schmerz, und mit einem letzten Glücksgefühl über die Regenbogen-Brücke.

Wir vermissen dich so sehr, Fauna.
Du bist und bleibst unser kleines Baby, unsere Prinzessin!
Hoffentlich geht es dir gut, dort wo du jetzt bist, deine Familie die dich immer lieben wird!

Und vielleicht, nachdem dein Leben so kurz war, und du durch so ein tragisches Ereignis von uns gerissen wurdest, sehen wir uns eventuell ja wieder … denn die Hoffnung … stirbt zuletzt …