Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 fing mit einer schockierenden Nachricht an.
Die 2016 vermittelte Mischlingshündin Fauna wurde am 02. Januar von einem Jäger erschossen, da dieser Fauna für einen Fuchs hielt.
Außerdem war der Jäger stark alkoholisiert.
Hier geht es zum Bericht http://www.ingolstadt-reporter.de/polizeimeldungen/weitere-orte/betrunkener-jaeger-erschiesst-hund
Am 24.07.2017 wurde dann das Gerichtsurteil gesprochen --> 10 Monate Führerscheinentzug, 5 Jahre Jagdscheinentzug und 55 Tagessätze zu je 60€.

Generell haben wir im Kalenderjahr 2017 28 Hunde, 99 Katzen und etliche Hasen, Hühner, Meerschweinchen und Degus vermittelt.

Leider ist es so, dass das Katzenleid nicht aufhört, da die wenigsten Katzen kastriert sind, so auch auf einem Hof in Gersdorf. Dort haben wir dieses Jahr ca. 30 Katzen aufgenommen und 15 wurden kastriert und wieder hingebracht. Leider sind aber immer noch ca. 20 Katzen dort.

Wir konnten auch über das Jahr verteilt 20 Hunde aus Kroatien vermitteln, was natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Viele denken sich „warum aus Kroatien, wir haben hier selbst viele Tiere“… Hierzu sind die katastrophalen Bedingungen zu nennen, unter denen die Tiere dort leben müssen. Nicht selten kommt es hier zu Misshandlung, Tötung und noch vielem mehr.

Immer wieder bekommen wir auch Kätzchen, die die sog. Katzenseuche haben. Hier steht eine Heilungschance bei unter 10%. Bis August dieses Jahres gab es ein Medikament, dass die Heilungschance auf 10% anhob, nur leider gibt es das im Moment nicht mehr. Aber in Zusammenarbeit mit unserem Tierarzt und einer Versorgung rund um die Uhr schaffen es doch immer wieder Kätzchen zurück ins Leben. Das Gefühl ein Kätzchen von Katzenseuche geheilt zu haben, zeigt einem dann auch, wieso man alles gibt, denn schließlich sind Tiere auch Lebewesen und verdienen einen respektvollen und würdigen Umgang. Es wäre so einfach, dieses Problem zu umgehen, wenn jeder Besitzer sein Tier im Vorfeld gegen diese Krankheit impfen lassen würde.

Tamira mit Katzenseuche
Tamira geheilt

Seit einiger Zeit gibt es auch die Krankheit FIP (Bauchwassersucht) bei uns im Landkreis, die leider immer tödlich endet. Es gibt hierfür keine Impfung oder Heilmittel. Vor einigen Jahren war diese Krankheit noch nicht bekannt, aber leider häuft sie sich immer mehr.

Im September haben wir dann unsere Kalender herausgebracht, deren Erlös natürlich zu 100% unseren Tieren zugekommen ist.

Im Oktober starteten wir dann auch zusammen mit unserem Tierarzt unsere Chipaktion, bei der jeder Tierbesitzer sein Tier chippen lassen konnte. Lediglich die Materialkosten für den Chip mussten hierbei bezahlt werden. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Chipnummer natürlich auch bei Tasso registriert werden muss, damit man im Falle eines Verlustes das Tier zuordnen kann.

Im November haben wir einen Anruf bekommen, dass ein kleines Kätzchen nahezu tot gefunden wurde. Wir machten uns auf den Weg um das Kätzchen abzuholen, doch vor Ort mussten wir feststellen, dass das Kätzchen noch gefangen werden musste. In größter Dunkelheit versuchten wir dann den kleinen erschöpften Racker zu fangen, doch da er uns nicht kannte entkam er uns des Öfteren. Letztendlich aber konnten wir ihn nach einer Stunde hin und her fangen. Wir brachten ihn zu unserem Tierarzt und sorgten uns um ihn. Letztendlich bekam er den Namen Findus und ist nun putzmunter.

Auch im November konnten wir dank unserer Vermisstenmeldung auf der Homepage und in Facebook die seit Mai vermisste Katze Mia wieder ihrer Besitzerin übergeben. Dies sind Momente, in denen man vor Glück gerne Bäume ausreißen möchte.

Wir möchten uns auch noch einmal ganz herzlich beim Baumarkt Hornbach in Schwabach bedanken, der für uns einen Weihnachtsbaum mit Wünschen unserer Pflegekinder aufgestellt hat.

Wir möchten uns auch bei allen Unterstützern bedanken, die uns mit Futterspenden, Sachspenden oder mit Geldspenden geholfen haben. Danke, dass ihr an unsere Schützlinge denkt und ihnen ein bisschen Freude bereitet, denn meistens ist ihnen noch nichts Gutes widerfahren.


Zu guter Letzt möchten wir noch auf 2 Dinge aufmerksam machen:

Tiere sind Lebewesen und Freunde und daher keine Weihnachtsgeschenke, denn Freunde sucht man sich aus und bekommt man nicht geschenkt. Viel zu viele Tiere landen nach den Feiertagen in den örtlichen Tierheimen oder bei ehrenamtlichen Vereinen, da das "Geschenk", als das die Tiere leider angesehen werden, nicht gefällt.

Silvester steht wieder vor der Tür. Denken Sie bitte an die Tiere, denn durch das Böller-Geschieße und dem daraus resultierenden Müll, wird diesen erheblicher Schaden zugefügt. Tiere hören viel intensiver als wir Menschen und nehmen das „geböllere“ an Silvester viel stärker wahr. Außerdem werden jedes Jahr Tonnen von Müll in unseren Wäldern, Wiesen und Straßen verteilt.

In diesem Sinne wünschen wir allen schöne Weihnachtsfeiertage und einen ruhigen besinnlichen Jahreswechsel!