Ein schlimmer Tag …

… wurde es für unsere Tierschützer, als sie am Freitag, den 23.07.2010 zusammen mit Vertretern des Veterinäramtes auf den Hof der „Hundezüchterin“ Frau S. bei Treuchtlingen kamen.
Auf dem o.g. Hagenhof betrieb Frau S. bis vor kurzem eine „Hundezucht“. Ob und wie weit sie diese inzwischen eingestellt hat, ist noch nicht eruierbar.
„Gezüchtet“ wurden u.a. die Hunderassen Labrador, englische Bulldogge, Mops und Mischlinge daraus. Auch andere Hunderassen wurden vorgefunden.
Die Tiere wurden teilweise mit und teilweise ohne Papiere verkauft. Aus dem Zuchtverein wurde sie mittlerweile ausgeschlossen.
Hier stellt sich die Frage, warum sie überhaupt ohne Überprüfung in einem Zuchtverein aufgenommen wurde?

Insgesamt lebten dort bis Freitag, 23.07.2010 ca. 50 Hunde (erwachsene Hunde und Welpen), 10 Ziegen und 11 Pferde in katastrophalen Verhältnissen, wie auch auf  Beweisbildern  zu belegen ist. Ein Großteil der Tiere ist (sehr) krank, sehr verwurmt und verfloht. Die Pferde, Ziegen und Hunde sind zum Großteil stark unterernährt. Einige Hunde leiden an einer schweren Lungenentzündung und einige an starkem Husten (Vorstufe zur Lungenentzündung). In einem Hundezwinger lag ein verwesender Mops. In einem anderen Hundezwinger fanden wir eine nahezu skelettierte Ziege. Bilder liegen vor.

Die Forderung der Tierschützer, die Tiere sofort zu evakuieren, wurde abgelehnt.
Wie sich herausstellte züchtet Frau S. Hunde, um diese gewinnbringend zu verkaufen. Vermutlich bezieht sie die Tiere aus Tschechien. Diese Angabe äußerte Frau S. selbst. 
In einer legalen Aktion wurden am Freitag, den 23.07.2010 zahlreiche Tiere auf dem Hof von Tierschützern entgegengenommen.  

Der Verein „Freunde der Tiere Altmühltal brachten zahlreiche erwachsene Hunde sowie auch Welpen in Pflegestellen unter. Anwesende Vertreter des Tierschutzvereins Gunzenhausen und Umgebung e.V.  übernahmen Hunde und auch Welpen und brachten sie ins Tierheim nach Gunzenhausen. 

Am darauf folgenden Sonntag wurden noch einmal 2 Hundewelpen, welche die nächsten Tage nicht überlebt hätten, von einer Tierschützerin der Freunde der Tiere Altmühltal für einen Betrag von 150,00 Euro freigekauft. Auch wenn dies prinzipiell nicht in Ordnung ist, da Frau S. sich trotz ihres Vergehens gegen das Tierschutzgesetz  durch ihr Verhalten auch noch bereicherte, ging es primär um das Leben der Tiere. 
Gerüchten zufolge haben Mitglieder der Freunde Altmühltal 2 Hunde vom Hagenhof widerrechtlich und ohne Zustimmung der Besitzerin und des Veterinäramtes entwendet. Dieser Vorwurf wird entschieden abgelehnt, eine solche Aktion hat niemals stattgefunden.
Auf dem Hof befanden sich noch 1 Mann und 3-5 Frauen die nicht zu dem Verein Freunde der Tiere Altmühltal gehörten. 
Alle Aktionen verliefen in legalem Rahmen, es wurde kein Tier widerrechtlich vom Hagenhof entfernt, dafür verbürgen sich die Aktivisten des Vereins.

 

Hier der aktuelle Bericht einer an der Tierrettungsaktion beteiligten Tierschützerin:

 Am Samstag den 24.7. rief Frau S. um 18.30 Uhr an, ich solle noch eine Englische Bulldogge abholen. Das wäre mit H. Dr. L. so abgesprochen. Wir fuhren hin, machten einen Übernahmevertrag und haben dabei eine Labradorhündin mit stark eitrigen Augen gesehen. Für diese Hündin habe ich mit Frau S. eine schriftliche Vereinbarung gemacht. Arauna (die Labradorhündin) war schon vermittelt und bezahlt. Frau S. hatte Angst, der Besitzer der Hündin, welcher  sie nach einiger Zeit wieder zu ihr zurückgebracht hat, würde von ihr das Geld wieder fordern ( 550.- Euro). Ich unterschrieb Frau S. eine Bestätigung, Arauna zum Tierarzt zu bringen und sie bei mir zu lassen, bis das mit dem Besitzer abgeklärt ist, was aus ihr werden soll. Darum sollte ich mich selbst kümmern (steht auch im Vertrag).  Ich nahm nach 3 Stunden Verhandlungen die Hündin mit und brachte sie zum Tierarzt. Arauna hatte stark eitrige Augen, die Bindehaut war dunkelrot, sie hatte einen aufgetriebenen Bauch (starker Wurmbefall) und hinkte auf beiden Beinen hinten (dies muß erst noch durch Röntgenbilder abgeklärt werden). Diese Angaben kann der Tierarzt bestätigen. Außerdem stank sie bestialisch nach Fäkalien. Das Fell war dadurch stark verschmutzt. Sie kannte kein gewöhnliches Hundefutter ( Frau S. fütterte stark verwesendes Fleisch, dass schon mit Maden übersäht war). Auch die anderen Hunde muten sich erst einmal an Hundefutter gewöhnen.

Frau S. hat uns gebeten ihr bei den Aufräumaktionen zu helfen. Meine Tochter erklärte sich bereit mit ein paar Leuten am Sonntag zu helfen.

Sonntag war dann die Aufräumaktion mit 5 Personen. Frau S. half aber nicht mit (wie wir erwartet hatten) sondern hing den ganzen Nachmittag am Telefon, gab nur immer wieder den Ton an was zu machen ist.

Dabei entdeckte meine Tochter  2 Welpen. Einer davon konnte  nicht mehr auf seinen Beinchen stehen,  die Tiere waren lethargisch, stark verwurmt, verschmutzt mit einem bestialischen Gestank. Den andern ging es etwas besser, aber auch dieser Welpe war in erbarmungswürdigem Zustand. Die beiden Welpen haben wir dann mit einem Betrag von 150 Euro freigekauft, da sie die nächsten Tage nicht überlebt hätten. Für diese beiden Welpen gab Frau S. einen Impfpass aus, welcher mit der Blanko-Unterschrift und dem Stempel eines Tierarztes versehen war. (Der Name des Tierarztes ist uns bekannt.)Mehrere Impfpässe lagen einfach so herum. Frau S. füllte den Pass nach eigenem Ermessen aus. Angaben zufolge waren die Tiere entwurmt, was nicht den Tatsachen entsprechen kann, da die Tiere stark von Würmern befallen waren. Daher vermuten wir, dass auch die Impfangaben nicht der Wahrheit entsprechen. 

Frau S. und die Verhältnisse sind den Behörden bereits seit langem bekannt, auch von ihren früheren Wohnorten her. Umso unverständlicher für uns ist es, warum Frau S. immer noch kein generelles Zucht- und Tierhalteverbot erteilt wurde!!! 

Der Tierschutzverein „Freunde der Tiere Altmühltal“ stellt nachfolgende Forderungen:

Ein generelles Tierhalte- und Zuchtverbot für Frau S., welches über das bereits verfügte Zuchtverbot für die Dauer von einem Jahr hinausgeht

 

Eine dringende Bitte …

… an alle Tierkäufer: Unterstützen Sie solche sogenannten Züchter nicht durch den Kauf von Tieren. Damit unterstützen Sie nur das Tierleid und es werden immer mehr Tiere unter schlimmen Bedingungen „produziert“. Auch sind diese Tiere oftmals krank und Sie lassen hinterher u.U. viel Geld beim Tierarzt. Helfen Sie lieber mit, solchen „Züchtern“ das Handwerk zu legen und damit das Tierleid zu verringern.